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Pflegetagebuch für die Begutachtung

Schreib kurz auf, wobei du hilfst, sortiert nach den sechs Bereichen der Begutachtung. Am Ende druckst du alles als Tabelle aus und gibst sie dem Gutachter mit.

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Eine Frau schreibt abends am Küchentisch in ein Notizbuch, daneben steht eine Tasse Tee.

Was gehört hinein?

Alles, wobei die Person Hilfe braucht, auch Kleinigkeiten. Die Bereiche helfen beim Sortieren:

1. Mobilität
Bewegen im Bett und in der Wohnung
2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
Erkennen, Erinnern, Verstehen, Sprechen
3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
Unruhe, Ängste, Abwehr, Aggression
4. Selbstversorgung
Waschen, Anziehen, Essen, Toilette
5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
Medikamente, Behandlungen, Arztbesuche
6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
Tagesablauf, Schlaf, Beschäftigung, Kontakte

Schreib konkret: nicht „braucht Hilfe beim Essen“, sondern „Brot geschnitten, zweimal ans Trinken erinnert, Hälfte vom Mittag liegen gelassen“. So sieht der Gutachter, was an seinem Besuchstag vielleicht gerade nicht passiert.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich ein Pflegetagebuch führen?

Ein bis zwei normale Wochen reichen meist. Wichtig ist, dass auch die schweren Tage und die Nächte darin stehen, nicht nur die guten.

Muss ich die Minuten aufschreiben?

Nein. Seit 2017 zählt bei der Begutachtung, wie selbständig jemand ist, nicht die Zeit. Minuten helfen aber, den Aufwand zu zeigen, vor allem bei der Verhinderungspflege und im Gespräch mit der Familie.

Wer sieht meine Einträge?

Nur du. Die Einträge bleiben in diesem Browser auf deinem Gerät. Du entscheidest, ob du das Tagebuch druckst und dem Gutachter oder der Kasse gibst.